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					<title>Leitartikel der Betriebsflugblätter</title>
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											<item>
							<title>N&auml;chste Hitzewellen: Wir Arbeitenden werden uns selbst auf die Beine stellen m&uuml;ssen!</title>
							<link>https://www.arbeiter-innen-kampf.org/leitartikel/naechste-hitzewellen-wir-arbeitenden-werden-uns-selbst-auf-die-beine-stellen-muessen/</link>
							<description><![CDATA[<h2 style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="font-size: x-large; line-height: normal; color: #000000;"><strong style="line-height: normal;">Nächste Hitzewellen: Wir Arbeitenden werden uns selbst auf die Beine stellen müssen!</strong></span></h2>
<p> </p>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"> </div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="line-height: normal; color: #000000;">9.7.2026</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"> </div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> Die Hitzewelle im Juni hat heuer alle Rekorde gebrochen. 40° Grad wurden in Wien an den offiziellen Messstellen gemessen. Noch viel ärger sind die Temperaturen in den Werkshallen. Die meisten Fabriken sind wahre Öfen. Viele Arbeitsstätten sind eng und schlecht belüftet. Das Einhalten höllischer Taktzeiten am Fließband oder das Heben schwerer Lasten, während man heiße und sperrige Schutzausrüstung trägt, wird zu einer wahren Qual, wenn die Temperatur 30 °C überschreitet und 40 °C erreicht. In Großbäckereien, Wäschereien und Schlossereien ist es dann unerträglich. Auch in Spitälern und Schulen wird die Hitze zum großen Problem.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Das Arbeiten im Freien, wie auf Baustellen, ist so gefährlich, dass es jedes Jahr tödliche Unfälle gibt. Und obwohl letztes Jahr neue Verordnungen für das Arbeiten im Freien in Kraft getreten sind, so sind sie unzureichend. Die Unternehmen müssen in Zukunft zwar einen einsehbaren Maßnahmenplan haben, wie sie bei Hitze die Arbeitslast reduzieren und für Kühlung sorgen, aber Papier ist bekanntlich geduldig. Außerdem ist die Verordnung schwammig (bis auf die vorgeschriebene Kühlung von Krankabinen). Welche Maßnahmen die Unternehmer also setzen und ob sie tatsächlich umgesetzt werden, ist daher unklar. Solange die Beschäftigten nicht auf den Tisch hauen, werden viele Chefs trotzdem das Hamsterrad im gleichen Tempo weiterrennen lassen.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Selbst in Büros kommt es häufig vor, dass es weder eine Klimaanlage noch eine Belüftung gibt – auch in großen Unternehmen, die sich damit brüsten, auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Noch schlimmer ist es in den Küchen von Restaurants und kleinen Geschäften.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Diese Hitzeeinwirkung tötet. Sie tötet unmittelbar und sie tötet langsam, indem sie Herz/Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen auslöst oder verschlimmert.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"> </div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"><strong> </strong></span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"><strong>Lassen wir nicht die Chefs entscheiden, wann es unerträglich wird!</strong></span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"> </div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Man sagt uns, wir sollen viel trinken, uns in kühlen Räumen aufhalten und das Tempo drosseln. Aber trotzdem verlangen die Chefs von uns die gleiche Leistung. Eigentlich wären die Unternehmer dazu verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Viele tun es nicht, weil die Jagd nach Profiten wichtiger ist. Und das Arbeitsinspektorat, das Kontrollen durchführen könnte, ist chronisch unterbesetzt. Wenn die Kapitalisten und die Regierung sich nur um die Produktion und die Gewinne kümmern, dann liegt es an uns, uns um unsere Gesundheit zu kümmern und uns zu organisieren, um sie zu schützen! Wenn Chefs durch ihre Vorgaben unsere Gesundheit und unser Leben gefährden, dann sollten wir STOPP sagen.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Eine Sofortmaßnahme wäre, den Arbeitstag zu verkürzen und das Arbeitstempo zu senken. Wenn wir uns doppelt so schnell erschöpfen, sollten wir halb so viel und langsamer arbeiten. Gerade jetzt sollten die Profite der Großkonzerne der letzten Jahre dazu dienen, die Arbeitszeiten bei vollem Lohn zu verkürzen, damit es kein Risiko gibt, dass Arbeitende an der Arbeit sterben!</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">In denjenigen Werkstätten, wo es viel zu heiß geworden ist, müssen wir Sonderurlaub erzwingen – natürlich auf Kosten der Unternehmer. Diese sind schnell dabei, auf ihr eigenes Wohl zu schauen. Aber wenn sie nicht in der Lage sind, die Sicherheit ihrer Beschäftigten zu gewährleisten, müssen sie die Konsequenzen tragen.</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="color: #000000;">Die Nachlässigkeit des Staates und die Verantwortungslosigkeit der Unternehmer sind das Herzstück des kapitalistischen Systems. Der Staat dient in erster Linie dazu, die Kapitalisten zu unterstützen, mehr Profite zu machen. Deshalb lassen alle Regierungen die Industriellen tun, was sie wollen: die Umwelt verschmutzen, um die Wette Treibhausgase ausstoßen und allen ihre absurde wirtschaftliche und soziale Ordnung aufzwingen. Es ist die kapitalistische Ordnung, die durch ihre rücksichtslose Jagd nach Gewinn den Klimawandel hervorruft. Dadurch werden wir gezwungen sein, in Zukunft immer öfter unter Temperaturen von 40° oder 50° zu leben. Wir dürfen nicht akzeptieren, bei der Arbeit für eine solch wahnwitzige Gesellschaftsordnung zu sterben!</span></div>]]></description>
							<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:31:00 CEST</pubDate>
						</item>
											<item>
							<title>Ein Budget gegen die arbeitende Bev&ouml;lkerung</title>
							<link>https://www.arbeiter-innen-kampf.org/leitartikel/ein-budget-gegen-die-arbeitende-bevoelkerung/</link>
							<description><![CDATA[<h2 style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px;"><span style="font-size: x-large; color: #000000;">Ein Budget gegen die arbeitende Bevölkerung</span></h2>
<p> </p>
<p> </p>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">17.6.2026</span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"> </div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"> Am 10. Juni hat der Finanzminister Marterbauer sein Budget für 2027/2028 präsentiert. Der SPÖ-Minister erfüllt damit als williger Ochse die Wünsche des Kapitals und ist sicherlich der Bestgeeignete, der als bescheidener Mann, den Arbeiter/innen die schlechten Nachrichten überbringen soll. Es sind Sparpläne, die es in sich haben. </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Denn sie treffen die Arbeiterklasse, vor allem die Ärmsten besonders stark, gerade Vollzeitarbeitende mit niedrigen Löhnen und Teilzeitbeschäftigte. Um mehrere hundert Euro werden sie nun zusätzlich pro Jahr geschröpft. Die Pensionen werden unter der Inflation angepasst, bei der Altersteilzeit wird gespart. Familienleistungen werden eingefroren oder gekürzt. Und was Infrastruktur und öffentliche Gelder betrifft, so wird bei den ÖBB gespart, beim Personal in der Verwaltung, bei Klimaförderungen und bei Schulen bei der Gebäudeerhaltung. </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Gleichzeitig beinhaltet der Plan ein Riesengeschenk an die Großkonzerne. Der Finanzminister schenkt ihnen durch die Senkung der sogenannten „Lohnnebenkosten“ 2 Milliarden Euro. Mit diesen Abgaben werden eigentlich Gesundheitswesen, Pensionen, und Familienleistungen finanziert. Sie werden zwar am Papier vom Unternehmer zusätzlich zum Brutto-Lohn abgeführt, aber in Wirklichkeit sind sie ein Lohnbestandteil. Die Arbeitenden erwirtschaften nämlich alles, inklusive der Lohnnebenkosten, und noch mehr, nämlich den Profit. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist damit nichts anderes als eine staatlich angeordnete Senkung unserer Löhne, was direkt in die Taschen des Kapitals fließt. Diese Maßnahme bringt nur mehr Gewinn für die Großkonzerne und ein Loch für Sozial-, Gesundheits- und Familienleistungen. Und es wird die Arbeitsplätze nicht sicherer machen. </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Kommen wir zum angeblich großen Beitrag der Banken und Unternehmen: Die Banken, die letztes Jahr wieder Rekordgewinne von 10,6 Milliarden eingefahren haben, müssen in den beiden Jahren je 300 Millionen an den Staat abführen. Das sind Krümel für sie. Der Beitrag, den die Teilzeitbeschäftigten und Niedrigverdiener liefern müssen, ist größer als der der Banken, nämlich 670 Millionen. Und die Körperschaftssteuer für Großkonzerne, die in den 70ern noch bei 55% lag und laufend gesenkt wurde, wird nun nur bei Gewinnen von über 1 Mio. Euro von 23% auf 24% erhöht. Diese Maßnahme soll lächerliche 200 Millionen Euro einbringen. Das ist nichts. So ist es nicht erstaunlich, dass die Reichsten in Österreich, die ihr Vermögen für die Spekulation verwenden, oder besonders in die Rüstungs- oder Energieindustrie investieren, jedes Jahr um Milliarden reicher werden. Sie werden reich, weil sie davon leben, dass die Ausbeutung zunimmt, dass massenhaft Arbeitende gekündigt werden und für die anderen die Last immer größer wird. Und sie parken ihr Vermögen in Stiftungen oder Steuerparadiesen, um es zu schützen. Sie sind die Profiteure dieses Systems. </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Bereits jetzt kommt fast nichts im Budget von den Superreichen oder vom Kapital. Die Arbeiterklasse bezahlt direkt den Löwenanteil. Mehrwertsteuer und Lohnsteuer machen zusammen ca. 2/3 der Staatseinnahmen aus. Dazu kommen andere Konsumsteuern, wie die Mineralölsteuer. Wenn unsere Lohnabschlüsse wie in den letzten Jahren immer schlechter werden, dann hat auch der Staat weniger, dann bekommen Pensionsversicherungen und Krankenversicherungen weniger Geld. Wir Arbeitenden sitzen nicht im gleichen Boot mit dem Kapital. Wenn die Kapitalisten vom Gürtel enger schnallen sprechen, dann meinen sie nie sich selbst, sondern nur uns Arbeitende. Sie haben ihre Schäfchen schon ins Trockene gebracht. </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="font-size: medium;"> </span></div>
<div style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Aber wir sind es, ohne die in dieser Gesellschaft nichts laufen würde. Es ist notwendig, dass wir unsere kollektive Kraft als Arbeiterklasse wiederfinden, ob wir nun Arbeit haben, arbeitslos oder Pensionist/innen sind, und egal welcher Herkunft wir sind. Nur, wenn wir uns nicht weiter gegeneinander aufhetzen lassen, sondern uns zusammentun, können wir diesen Angriff aufhalten. Nicht Bitten und Betteln, sondern Kämpfe sind die einzige Sprache, die das Kapital versteht.</span></div>]]></description>
							<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 15:33:00 CEST</pubDate>
						</item>
											<item>
							<title>Reden wir &uuml;ber den echten Sozialbetrug: den der Konzerne!</title>
							<link>https://www.arbeiter-innen-kampf.org/leitartikel/reden-wir-ueber-den-echten-sozialbetrug-den-der-konzerne/</link>
							<description><![CDATA[<h2><span style="color: #000000;"><strong>Reden wir über den echten Sozialbetrug: den der Konzerne! </strong></span></h2>
<p> </p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">7.5.2026</span></p>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Mitte April erklärte Innenminister Karner, dass sich der Sozialbetrug seit 10 Jahren auf eine Summe von insgesamt 158 Mio. Euro verzwölffacht hätte. Dabei wettert er gegen Arbeitslose, Arme, Pensionist/innen und wie so oft Migrant/innen. Im Vergleich dazu: In der Baubranche alleine beträgt der Sozialbetrug der Betriebe 350 Mio. jährlich! Was Karner gerne ausspart, ist der großangelegte Sozialraub durch Konzerne, wo es nicht um Millionen, sondern um Milliardenbeträge geht. Laut Momentum-Institut und der Arbeiterkammer entgehen so dem Staat jährlich 12 bis 15 Milliarden Euro wegen Scheinfirmen, Lohn- und Sozialdumpings und Steuervermeidung durch Gewinnverschiebung. Firmen haben nämlich eine Palette an Möglichkeiten, wie sie Steuervermeidung betreiben können, legal und illegal: das Auslagern von Arbeiten an Subfirmen, die Arbeitenden falsch bei der Sozialversicherung, also für weniger Stunden anmelden und den Rest schwarz ausbezahlen, oder eben das Herumverschieben von Gewinnen in großen Unternehmen.  </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Anderes Beispiel: Vor kurzem wurde der Konzern STRABAG zu einer Geldbuße von 146 Millionen Euro für illegale Absprachen mit anderen Baufirmen verurteilt. Viele Gemeinden, die in den vergangenen Jahren neue Schulen, Straßen oder Sanierungen in Auftrag gegeben haben, mussten mehr Geld zahlen als eigentlich notwendig. Die Bauträger haben sich nämlich darauf geeinigt, bei den öffentlichen Ausschreibungen höhere Preise zu verlangen. Trotz ihrer Rekordhöhe bleibt die Geldstrafe aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein: Für das Geschäftsjahr 2025 hat die STRABAG einen Gewinn von fast 1 Milliarde Euro angekündigt, … </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Allein im letzten Jahr hat die Arbeiterkammer satte 948 Millionen Euro gerichtlich für die Lohnabhängigen zurückerstritten, was um 15% mehr als im Jahr davor ist. Das ist der direkte Sozialbetrug an den Arbeitenden. Aber es sind lediglich die Zahlen für Fälle, die auch gemeldet werden. Hinzu kommt, dass manchen Beschäftigten auch gesagt wird, dass es nicht ausreichende Beweise gibt, um zu ihrem Recht zu kommen oder dass Fristen für Anzeigen abgelaufen sind. Insgesamt kann man also von deutlich höheren Summen ausgehen! Laut Arbeiterkammer gibt es die meisten Verstöße beim Bau, im Tourismus, in der Gastronomie sowie im Transportgewerbe. Beispielsweise wurde 2025 in Österreich jede vierte Überstunde nicht ausbezahlt (oder mit Zeitausgleich abgegolten), bei Frauen ist es sogar fast jede dritte Überstunde - bei insgesamt 46 Millionen Überstunden entspricht das einem Lohnverlust von 2,5 Milliarden Euro im Jahr! Das schlägt sich auch im Budget nieder, wodurch 1,23 Milliarden im Haushalt an Lohnsteuer und Sozialabgaben fehlen. Ebenso bedienen sich die Firmen gerne der Praxis des Zwischenparkens ihrer Beschäftigten beim AMS, was 700 Mio. Euro pro Jahr ausmacht. </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Sicherlich gibt es auch die Beispiele von Sozialleistungen, die durch falsche Angaben zuerkannt werden, jedoch ist dieser von Karner angeführte Betrag, der den Zeitraum von 10 Jahren umfasst, fast lächerlich im Vergleich zum jährlichen Sozialraub, den die Unternehmen auf unseren Rücken begehen. Eines wird aber deutlich: Immer mehr Menschen rutschen weiter in die Armut ab, werden arbeitslos und können sich das Leben immer weniger leisten. In Österreich sind bereits 1,7 Millionen Menschen armutsgefährdet. </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000; font-size: medium;">Der echte Sozialbetrug findet ganz woanders statt, als dort, wo Politiker/innen es behaupten. Ihre Reden dienen nur dazu, uns mit ihrer sogenannten Task Force gegen Sozialleistungsbetrug, von dem wahren Sozialraub der Konzerne abzulenken. Während in den nächsten zwei Jahren die Allgemeinheit den Großteil des Sparpakets stemmen muss, wird Unternehmen ihr ersehnter Wunsch nach Senkung der Lohnnebenkosten erfüllt. Wir können unsere Hoffnungen auf keine der Parteien, die im Parlament sitzen, setzen. Sie alle stehen im Dienst des Kapitals. Alle Geschäftsbücher müssen offengelegt werden und die Kontrolle der Wirtschaft sollte in den Händen der Arbeitenden selbst liegen - nur so lässt sich der riesige Sozialbetrug durch die Unternehmen verhindern, deren einziges Interesse, die stetige Steigerung ihrer Profite ist.  </span></p>]]></description>
							<pubDate>Thu, 14 May 2026 07:16:00 CEST</pubDate>
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