Venezuela - Nieder mit der imperialistischen Intervention!

 

6.1.2025

 

Nach monatelangen Drohungen, Überfällen auf Schiffe, die mehr als hundert Todesopfer gefordert haben, und der Beschlagnahmung von Öltankern haben die Vereinigten Staaten nun direkt in Venezuela zugeschlagen. Nach einem massiven Angriff auf Caracas, an dem mehr als 150 Flugzeuge beteiligt waren, haben am 3. Januar die amerikanischen Truppen den venezolanischen Präsidenten Maduro gefangen genommen.

Man muss sich nur mal vorstellen, was los wäre, wenn China, Russland oder Venezuela etwas Ähnliches in den USA machen würden! Die mächtigste imperialistische Macht der Welt kann sich das erlauben, ohne Gegenschläge fürchten zu müssen. Denn in der kapitalistischen Weltordnung gilt kein Völkerrecht, sondern einzig das Recht des Stärkeren, auf das sich US-Präsident Trump – anders als seine Vorgänger oder die Staatschefs in Europa – sogar ganz offen beruft.

Der angebliche Drogenhandel, den Trump Maduro vorwirft, ist nur ein Vorwand. Am 30. November begnadigte Trump den ehemaligen Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernandez, der seit 2024 in den Vereinigten Staaten inhaftiert war. Hernandez hatte gerade begonnen, seine Strafe zu verbüßen, nachdem er von einem New Yorker Gericht zu 45 Jahren Haft verurteilt worden war, weil er während seiner Amtszeit die honduranische Armee und Polizei dazu benutzt hatte, um Drogenlieferungen aus Kolumbien in den Norden zu organisieren.

Trump erlaubt sich zwar alles, das ist klar, aber er ist nicht verrückt. Seit langem will der amerikanische Imperialismus Venezuela, eines der wenigen Länder Lateinamerikas, das sich weigert, sich total dem Diktat von Washington anzupassen, unter seine Kontrolle bringen und seine riesigen Ölvorkommen (20% der Ölreserven der ganzen Welt) in die Hände bekommen. Was für die US-Regierung vielleicht noch schlimmer ist: Dieses Öl verkauft Venezuela zum Großteil an China, den größten Konkurrenten der USA. Und das, wo doch die USA ganz Zentral- und Lateinamerika als Hinterland, quasi als ihre Kolonie betrachten!

Die venezolanische Bevölkerung kann von dieser Krise nichts Gutes erwarten, außer einer weiteren Verarmung aufgrund der direkten Plünderung des Erdöls durch amerikanische multinationale Konzerne. Nieder mit dem Imperialismus und seinen Folgen:  seiner Plünderung, seiner Kriege und Unterwerfung!

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