24.6.2026
Ein Lehrling wurde in Oberösterreich kurz vor seiner Lehrabschlussprüfung wegen eines einfachen Montagefehlers fristlos entlassen, und das während der gesetzlichen Weiterbeschäftigungszeit. Um noch eins draufzusetzen, forderte die Firma von ihm Geld für angebliche Minusstunden.
Aber der Lehrling bewies das Gegenteil. Eigentlich hatte er Überstunden angesammelt, die ihm nicht ausgezahlt wurden! Jeden Tag musste er nämlich rund 20 Minuten früher mit der Arbeit anfangen. Vor Gericht erreichte er eine Entschädigung von 17.500 Euro und eine einvernehmliche Kündigung. Das gleicht immer noch nicht die Verachtung aus, mit der die Firma ihn behandelt hat.
Aber dieser Lohnraub wäre nicht aufgeflogen, wenn die Firma nicht so unverschämt noch mehr Geld verlangt hätte und der Fall nicht vor Gericht gelandet wäre. Wie viele Lehrlinge und Arbeitende gibt es noch, die täglich betrogen werden? Wie viele Überstunden gibt es, die nicht eingetragen werden und in der Tasche der Chefs landen?
Früher oder später wird dieser dreiste Diebstahl eine Antwort der Arbeitenden auf sich ziehen. Und die wird nicht zu knapp ausfallen.